
Seit heute erstrahlt Spiegel Online in neuem Glanze…oder auch nicht. Der für den heutigen Abend angekündigte Relaunch fällt für mich eher enttäuschend aus – zumindest, wenn man das Webdesign betrachtet. Eine Neuerung ist auf Anhieb nicht zu erkennen. Die Startseite wirkt zwar etwas aufgeräumter, aber um grundlegende Veränderungen zu finden, muss man schon tiefer eintauchen.
Auf den Artikelseiten findet man jetzt – links vom eigentlichen Artikel – weiterführende Informationen. Dazu zählen Videos, Verlinkungen, Fotos, Grafiken etc. Angeblich soll es den Lesefluss erleichtern, wobei ich da eigentlich nie Probleme mit hatte.
Die zukünftigen Videos werden nur noch im 16:9 Format und als HQ-Version eingebunden. Ob man dann tatsächlich in den Genuss von HQ kommt, ist jedoch von der Internetverbindung abhängig.
Neu sind auf jeden Fall die übersichtlichen “Themenseiten”, auf denen z.B. das Superwahljahr 2009 prominent behandelt wird – inkl. Integration des Spiegel Archivs (ab 1947).
Lässt sich ein Artikel inhaltlich einem speziellen Thema zuordnen, so ist dieser Artikel mit einem Stecknadelsymobl gekennzeichnet und man findet über einen Klick weitere themenrelevante Artikel. Ähnlich wie bei uns im Blog die Tag-Cloud.

Ganz im Sinne der Web 2.0 Junkies ist jetzt auch die Integration der Social-Network-Leiste. Die gab es meiner Meinung nach zwar auch schon vorher, war aber nicht so ausgeprägt.
Schaut Euch den Relaunch einfach mal selber an und bildet Euch Euer eigenes Urteil. Einen Relaunch würde ich das jedenfalls nicht unbedingt nennen. Übrigens ist das inzwischen schon der achte Relaunch in der Spiegel Online Geschichte. Der letzte Relaunch ging im September 2006 über die Bühne. Zehn Jahre früher, also 1996, sah Spiegel Online noch so aus:
UPDATE:
Spiegel Online hat sich mittlerweile auch noch mal öffentlich zum Relaunch geäußert und die neuen Features ausführlich erklärt:



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