Wer ist Hartwig?
Geschrieben von Lars in Musik & Nachtleben, Stuttgart, tags: Hartwig, Heusteigviertel, Party, WGSamstagabend. Partyplanung. Telefonat mit Nachbar Carsten. Ich: “Was machen wir heute Abend?” Carsten: “Im Heusteigviertel gibts ne WG-Party in einem Künstler-Atelier. Da war ich letztes Jahr schon mal, sehr nett.” Ich: “Kennst Du die Leute?” Carsten: “Nöö, hab’ die Einladung von einem Daimler-Kollegen per Mail bekommen. Aber der heißt Hartwig.“
Perfekt. Früher, mit 14 oder 15, als wir alle noch in Hamburg bei unseren Eltern wohnten, war diese Sorte Party die Beste. Irgendwo waren die Eltern nicht zuhause und spontan wurde ne Party geschmissen. Damals war es selbstverständlich, dass Leute kommen, die man gar nicht kennt. Diese Abende eskalierten jedoch auch häufig und schnell wurden es mal 80 Leute. Oder mehr. Manchmal kam die Polizei, manchmal war es einfach nett. Garantiert wurde allerdings der elterliche Weinkeller geplündert und die teure Hi-Fi-Anlage überlastet. Bei meinen Eltern gab es in Muttis sorgfältig angelegtem Garten ein Fußballspiel… Mit den silbernen Zierkugeln, die Rehe vorm abknabbern der Rosen abhalten sollten.
Auf Carstens Künstler-WG-Party im Heusteigviertel war man besser vorbereitet. Es gab in dem Loft eine anständige Musikanlage, Videobeamer mit schönen Stuttgart-Animationen, einen DJ, sehr viel Bier, Chili con Carne und andere Süppchen. Die WG erinnerte an eine illegale Partylocation in Berlin oder im Hamburger Schanzenviertel: Riesige Küche mit Tresen, überall selbstgemalte Bilder und sympathische Leute. Das Motto war wohl “50er Jahre”, was aber weder von den Gästen, noch vom DJ ernst genommen wurde.
Unsere mitgebrachte Flasche Vodka (die übrigens Andy gehörte) haben wir zu den fünfzig anderen gestellt und schon gings los. Die WG-Bewohner und deren Freunde waren wahre Partyprofis, denn es wurde nicht nur regelmäßig Eis nachgefüllt und frisches Bier kaltgestellt, es gab auch noch eine Überraschung zu späterer Stunde. Als das “Wohnzimmer” gut gefüllt war, rückte Hartwig einen großen, selbstgebauten Holztisch zur Seite und schob ein paar Bretter auf dem Boden weg. Darunter war ein Loch mit einer Leiter, die zum nächsten Partyfloor führte. Wieder mit Musik und Beamer.
Obwohl das WG-Atelier mitten im Hinterhof einer Wohngegend lag und die Musik sehr laut war, gab es wohl keine einzige Beschwerde. Coole Gegend, coole WG. Da will ich auch wohnen… Wo kann ich mich bewerben?
Fotos:









Einträge (RSS)
ich kann mich nicht mehr ganz entsinnen, wo ich da gegengetreten habe, aber ich glaube es waren tonkugeln… sorry hilke!!!
Geil. Ein Bericht über die “Und was machst du beim Film?”-Party. Die war echt richtig gut. Jetzt bin ich ja noch stolzer, dass ich dabei war. Das Motto war übrigens Nouvelle Vague, Paris der 60er. Man sieht sich dann im Ende 2010!