Es gibt Menschen zu denen man nicht regelmäßig Kontakt hat, aber sich dennoch freut, wenn man mal wieder etwas von ihnen hört. Dazu zählt definitiv mein alter Schulfreund Philsen. Wenn ich heute an Phil zurückdenke, habe ich eine dauergutgelaunte Frohnatur vor Augen, die für mich der Inbegriff eines Kopfnickers ist. Hip-Hop bestimmt sein Leben! Nein, vielmehr IST Hip-Hop sein Leben. Er war es auch, der den neunordischen Gruß “Moinsen” in Umlauf brachte.

Die Tage war es jedenfalls mal wieder soweit und ich erhielt mal wieder ein Lebenszeichen von ihm. Bei Phil kann man sich übrigens nie sicher sein, ob er immer noch dort ist, von wo er seine letzte Mail verschickt hat. Ständig ist er in der Weltgeschichte unterwegs und nichts kann ihn dabei aus der Ruhe bringen. Irgendwie ging es nach der Schulzeit mit Barcelona los, dann folgte ein Aufenthalt in Äthiopien und jetzt ist er in Recife (Brasilien). Ich bin mir sicher, dass ich da eine Menge Stationen (Update: London, Swaziland, Indonesien, Philippinen) vergessen habe, aber irgendwann verliert man den Überblick. Sorry, Phil!

Bei der Suche nach einem geeigneten Titel für diesen Beitrag habe ich lange überlegen müssen. Ich denke aber, dass “Hanseatischer Weltenbürger” bei ihm am besten passt. Heute hier, morgen da. Völlig losgelöst von irgendwelchen mitteleuropäischen gesellschaftlichen Zwängen tingelt er durch die Weltgeschichte. Ein echter Individualist, der meinen vollen Respekt genießt. Für mich wäre das nix. Ich vermeide ja schon Festivalbesuche, da ich ein gepflegtes Hotelzimmer einem wackeligen Zelt bevorzuge – von den “Örtlichkeiten” auf einem Festivalgelände ganz zu schweigen…

Inhalt seiner Mail war übrigens ein Link zu einer Hörprobe seiner Tracks. “Feel free to pass it on!” Das wollte ich hier nun auch zum Anlass nehmen:

Der Mix ist, wie er selber schreibt, Low Fidelity. Gibt aber einen coolen Überblick über seine Tracks und Texte. Da wird die Produktion schnell zur Nebensache. Wer mehr über den Herren erfahren möchte, dem lege ich seinen Myspace-Auftritt ans Herz. Da gibt’s dann noch ein bisschen Musik und noch vieeel mehr Hintergrund-Infos.

Phil, weiter so!!!

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