Kurz bevor es mich in die Hauptstadt verschlägt, wollte ich heute noch mal in meinem Lieblingssupermarkt einkaufen gehen. Kaufland in der Schwabengalerie, Stuttgart-Vaihingen. Gut, eigentlich ist es nicht mein Lieblingssupermarkt, aber irgendwie klingen auf unserem Blog sämtliche Namenwörter aka Nomen mit dem “Lieblings”-Zusatz wesentlich lustiger. Wie dem auch sei…

Ich bin jedenfalls in die Tiefgarage reingefahren, habe mein Leergut aus’m Kofferraum geholt und bin dann die Rolltreppen Richtung Leergut-Automat hochgefahren. An allen drei Automaten haben sich bereits kleine Schlangen gebildet. Genug Zeit für mich also wieder etwas philosophisch zu werden und die Leute zu beobachten.

Dabei fiel mir ein Mann auf, der nicht unwesentlich Schuld an der Schlangenbildung hatte. Grund war sein Einkaufswagen voller leerer Flaschen und Getränkedosen – das Beweisfoto habe ich leider erst recht spät gemacht, als sein Einkaufswagen schon fast leer war. Jedenfalls bekomme ich immer schnell einen dicken Hals, wenn ich warten muss. Gerade bei Schlangen an Leergutautomaten.

Diese Situation habe ich schon öfter erlebt. Irgendwie hat es mir immer einen komischen Beigeschmack, wenn ich Menschen beobachte, die zu Hause ihr Leergut bis unters Dach stapeln und dann quartalsweise zum Supermarkt bringen. Vorzugsweise zu meinem Lieblingssupermarkt. Pfandflaschen und -dosen sind bestimmt eine sichere Kapitalanlage, aber irgendwie wirkt es auf mich leicht…ja, asozial! Ähnlich wie die arbeitslose Jacqueline und Mike-Kevin, die in wenigen Tagen ihr elftes Kind erwarten und schon vom 12. träumen. Einer geht noch – bringt schließlich auch mehr Kindergeld.

Ist vielleicht eine etwas übertriebene These. Ich will damit auch niemanden auf den Schlips treten, aber wie gesagt kein Einzelfall. Neulich waren 2/3 der Automaten defekt und es war schon recht spät ~ 21.30. Vor mir wieder so ein Pfandflaschen-Messi. Ich habe es geschafft ruhig zu bleiben. Bei der letzten (zerknüllten RedBull-Dose) hat der Automat die Dose jedoch nicht mehr erkennen wollen.

Nach unzähligen Versuchen passierte dann das, was schon längst hätte passieren müssen. Ich habe den Typen freundlich, aber doch sehr bestimmt gefragt, ob er endlich den Automaten freimachen würde, wenn ich ihm 50 Cent für die Dose gebe. Immerhin das Doppelte des eigentlichen Pfandwertes!!!

War ihm sichtlich unangenehm. Auf die 50 Cent und die Abgabe der Dose hat er jedenfalls verzichtet. Der Kerl war wahrscheinlich ein Pfandflaschen-Messi-Millionär, der meine 50 Cent nicht nötig hatte. Schnösel…!

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Eine Antwort zu “Flasche leer”
  1. [...] Dass ich ungern warte und sehr ungedudig bin, weiß ich – gerade an Leergutautomaten in Supermärkten. Diesen Umstand habe ich damals in einem meiner letzten Postings aus Stuttgart Kund getan. Darin ging es um die Pfandflaschen-Messis. [...]

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