Archiv für die Kategorie: “Medien”

Meine Güte war das ein Fußballspiel. Das Ergebnis hat Deutschland mal wieder in einen Ausnahmezustand versetzt. Dickes Kompliment an unsere Nutella-Bande.

Unser Blog würde aber nicht für qualitativ hochwertigen und investigativen Journalismus stehen, würden wir nicht bis ins letzte Detail nachrecherchieren.

Somit kommen wir offiziell zu dem Ergebnis, dass das Tor von England (zum vermeintlichen 2:2) tatsächlich nicht gegeben werden kann. Der Schiedsrichter hat hier, entegegen der Stimmen der TV-Kommentatoren, vollkommen richtig entschieden.

Siehe Fotobeweis:

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Wenn man einen Film dreht, in dem es um Menschen geht, die sich das Leben nehmen wollen, dann klingt das nach ganz schön schwerer Kost.

Wenn man einen Film dreht, in dem es um Menschen geht, die sich das Leben nehmen wollen und das ganze als Tragikkomödie verpackt, dann klingt das ganz schön grotesk. Und das beschreibt den Film “Suicide Club” auch ziemlich passend – grotesk.

Bei dem Film geht es um fünf Menschen, die sich alle unbekannt sind, aber alle das gleiche Ziel haben: mit dem Leben abzuschließen. Sie treffen sich bei Sonnenaufgang auf dem Dach eines Hochhauses. Wie es der Zufall will, wird der Zeitpunkt des gemeinsamen Suizids auf den Abend verschoben – andernfalls hätte der Film als Kurzfilm durchgehen müssen.

So verbringen die Fünf also den Tag gemeinsam auf dem Hochhausdach.

Die schwierige Verknüpfung von Genre und Inhalt war auch nicht die einzige Herausforderung, die Regisseur Olaf Saumer zu bewältigen hatte. Immerhin handelt es sich bei der Produktion um eine Low Budet Nummer und er musste mit schlappen 30.000 € über die Runden kommen. Um das zu realisieren haben die Schauspieler zunächst auf die Gage verzichtet und können erst die Hand aufhalten, sobald der Film etwas einspielt.

Der Film hat jetzt schon viel positives Feedback bekommen und schon die erste Auszeichnung, den 31. Max Ophüls Preis, erhalten.

Ich werde ihn mir auf jeden Fall mal anschauen – trotz meiner Höhenangst. Könnt ihr auch machen, wenn der Film ab dem 21.10.2010 in den Kinos zu sehen ist.

Den Trailer gibt’s hier:

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Ich hatte ja damals schon mal über die Sixt Kampagne mit Ursula “Ulla” Schmidt berichtet. Seit heute schwirrt wieder eine neue grandiose Kampagne von Sixt bzw. deren Werbeagentur Jung von Matt durchs Netz.

Diesmal spielt eine andere Ursula die Hauptrolle, nämlich Ursula von der Leyen.

Großartig!

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Vor genau einem Jahr in der Redaktion, ein ganz normaler Morgen gegen 09:45 Uhr. Kurz vor der großen 10-Uhr-Konferenz. Käffchen in der Hand, Smalltalk mit dem Team, Alltag. Die Kollegin vom Hörertelefon kommt und meldet den Anruf einer Hörerin, die gegenüber der Albertville-Realschule in Winnenden wohnt. Sie berichtet von einem Großeinsatz und von Polizisten mit Maschinenpistolen. Kurz darauf der nächste Anruf, gleichzeitig kommt aus der Nachrichtenredaktion die Bestätigung: Amoklauf. Kurze Besprechung, ein paar Kollegen recherchieren am Telefon. Es gibt bisher kaum Informationen. Ich packe das Equipment ein und laufe zusammen mit zwei Kollegen runter auf den Parkplatz.

Ich war vorher noch nie in Winnenden. Also beim runterfahren vom Parkplatz das Navi programmiert und schnell auf die B14. Radio an. Wir hören neue Infos, es ist die Rede von mehreren Toten und Verletzten. Ich spreche mit den Kollegen im Auto und probiere, meine eigene Aufregung zu überspielen. Das Navi zeigt noch mehr als 10 Kilometer, in beiden Richtungen rasen Polizeiautos und Zivilwagen mit Blaulicht vorbei. Die Kollegen rufen an, “wann seit Ihr da?”.

Das Navigationssystem zeigt nur noch ein paar Kilometer, aber plötzlich ist die B14 dicht. Kein durchkommen, Stau. Winnenden ist weiträumig abgesperrt. Ich sehe im Rückspiegel, wie sich weitere Einsatzwagen mit Blaulicht und Sirene den Weg durch den Stau bahnen, direkt an uns vorbei. Letzte Chance, Warnblinker an und hinter dem letzten Polizeiwagen durch die Gasse. Wir sind zusammen mit einem Kameramann und zwei lokalen Fotografen die Ersten. Überall laufen weinende Eltern mit Handy am Ohr, Kinder erzählen uns davon, dass sie gerade aus dem Fenster ihrer Klasse gesprungen sind. Auf dem Schulhof liegen Schuhe.

Inzwischen rufen Radiosender aus Bayern, Hamburg und Niedersachsen auf meinem Handy an, die eigentlichen Kollegen kommen nicht mehr durch. Erstmal kurz sammeln. Was haben wir gelernt? Pressesprecher suchen, neue Informationen holen. Gibt aber keine Informationen, Polizisten schreien mich an. Eine Mutter fragt mich weinend, wo ihre Tochter ist. Kurz darauf steht die Verbindung zu den Kollegen, also erste Eindrücke schildern: Kinder werden evakuiert, mehrere Hubschrauber am Himmel, Täter ist flüchtig, SEK auf dem Dach der Schule, Chaos.

Kurzzeitig bricht in Winnenden das Handynetz zusammen. Die Fotos, die ich gerade noch an die Onlineredaktion schicken wollte, bleiben im iPhone stecken. Wir bauen in einer Ecke des Schulhofes das kleine Gerät auf, um O-Töne per Satellit zu überspielen. In der Schule sind immer noch Kinder, stehen an den Fenstern. Nach einer guten Stunde die erste, improvisierte Pressekonferenz in der Turnhalle. Nur ein paar Worte. “Der Täter ist immer noch flüchtig”. Komisches Gefühl, selbst inmitten von mehreren hundert Polizisten.

Nach mehr als drei Stunden Hektik, Chaos und fast leeren Handyakkus dann der erlösende Anruf von den Kollegen aus Wendlingen: “Es ist vorbei”. Gegen 16 Uhr zurück im Sender, um 20 Uhr zum Waranga. Mehr als eine Stunde lang, Bier. Draußen auf ner Bank. Ganz alleine.

Einige Wochen später meldet sich Marc bei uns. Er ist 16 Jahre alt und hat einen Song für seine Freundin Nicole gesungen, die erschossen wurde. Wir spielen den Song im Radio, Marc bekommt riesiges Feedback. Im Winter gehen wir gemeinsam Essen, die Eltern von Nicole sind auch dabei. Sehr nette Leute, sehr schüchtern, sehr traurig.

Für mich war der Job am 11. März 2009 ein Schock. Wie lächerlich im Gegensatz zu den Menschen, die wirklich betroffen sind. Ich verneige mich vor der unglaublichen Stärke, mit so einem Schicksal umzugehen.

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So langsam kann ich es nicht mehr hören. Egal ob in der klassischen Zeitung, auf den einschlägigen Nachrichtensendern oder auf den News-Portalen im Internet. Überall muss man diese elendige Diskussion der Datenschützer kontra Google Streetview verfolgen.

Ich hatte eigentlich an dieser Stelle bereits einen ganz anderen Text vorgesehen, in dem ich mich über das Thema bzw. die öffentliche Diskussion aufgeregt habe. Ich wollte jetzt aber nicht noch das 100.000ste Faß aufmachen, von daher ist der ursprüngliche zweite Absatz im Daten-Nirvana gelandet. Im Prinzip nur so viel: ich find’s gut…also Streetview.

Eine ganz amüsante (bebilderte) Anekdote hat mir Facebook- und Kiezrocker-Kumpel Tristan digital vor die Nase gehalten. Dabei handelt es sich um einen Link, wo das Google Fahrzeug inkl. des ca. zwei Meter hohen Kamera-Dachaufbaus auf eine extrem niedrige Brücke zusteuert…

Den Rest des Eintrages lesen »

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Schon in den 90ern gab es diverse Computerprogramme, mit denen man seine eigene Musik produzieren konnte. Ich glaube, die ersten schrecklichen Dinger nannten sich “Magix Music Maker” oder so. Man schiebt hier ne Bassline rein und dort eine Melodie und schon hat man seinen eigenen Technosound.

Der erste, richtig interessante Software-Sequenzer, mit dem ich damals rumgespielt habe, war “Rebirth” von Propellerhead. Dafürgibts inzwischen sogar ein Online-Museum. Leck mich fett, war das ein geiles Teil.

Inzwischen gibts richtig gute Software, wie z.B. “Live” von der Firma Ableton. Dieses Programm kann man als Sequenzer und Produktionstool verwenden, aber auch um damit live aufzulegen. Deadmau5 macht damit wohl regelmäßig seine Shows.

Einige begabte Menschen probieren, mit dieser Software bekannte und erfolgreiche Tracks aus dem elektronischen Bereich nachzubauen und… Es klappt! Der Fachmann hört vermutlich schon ein paar Unterschiede, aber wie man an obigem Video hören kann, läuft es schon ganz gut. Auf der Seite von Timofey gibts noch mehr Beispiele.

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