Was sind mir in den Jahren der Plattenauflegerei nicht schon für DJ-Pulte unter die Finger gekommen. Ich glaube von Camping- und Tapeziertischen, über gestapelte Getränkekästen bis hin zu Bühnenelementen war alles dabei – hat natürlich alles seine Vor- und Nachteile. Stylische DJ-Pulte mit reichlich Platz zur freien Entfaltung (Getränke, Laptop, Platten, CDs, Aschenbecher etc.) waren da eher die Ausnahme.
Bis dato bin ich davon ausgegangen, dass SpaceTek lediglich Halterungen für die großen Pioneer CD-Player, Laptops, TFT-Monitore etc. herstellt. Jetzt wurde ich jedoch eines Besseren belehrt und musste feststellen, dass Reynold Rodriguez auch ganze Pulte zusammenhämmert, die designmäßig mal ziemlich fett daherkommen.
Paul Kalkbrenner hat es mit dem Film “Berlin Calling” zuletzt vorgemacht. Jetzt ist Ricardo Villalobos an der Reihe. Die Premiere des Filmes “Villalobos” fand am 8. und 9. September während des 66. Internationalen Filmfestivals in Venedig statt. Leider ist jedoch unklar, wann der Film in Deutschland in die Kinos kommt.
Oft werde ich von Freunden, Bekannten oder Gästen gefragt “Wie wird man eigentlich DJ?”. Nun bei mir hat alles damit begonnen, dass sich mein neun Jahre älterer Bruder mit’m DJing gaaanz früher ein paar Mark dazu verdient hat. Irgendwann hatte er dann keine Lust mehr und ließ seine Geräte (Mixer und Plattenspieler) im heimischen Keller verstauben.
Nachdem ich plötzlich an den unmöglichsten Körperstellen Haare bekam und mich etwas intensiver mit elektronischer Musik auseinandergesetzt habe, riss ich mir seine Geräte unter den Nagel (den Technics 1210er benutze ich übrigens noch heute). Vom spärlichen Taschengeld folgten die ersten Vinyl-Einkäufe und schon konnte ich zu Hause (sehr zum Ärger meiner Eltern) meine eigenen Platten kreisen lassen. Ich will nicht wissen, wie oft mein Vater, wenn er abends von der Arbeit kam, einfach die Sicherung rausgedreht hat. War wohl ein bisschen laut. Sorry nochmal!
Irgendwann hatte ich es dann jedenfalls raus und ich wusste, was man machen muss, dass es akzeptabel klingt. Zunächst kamen die obligatorischen Kellerpartys bei Freunden, dann folgten die ersten Abi-Partys und anschließend die Bookings der Clubs selber…
Es ist schon schwierig, einem Menschen der noch nie Platten aufgelegt hat zu erklären, was “Final Scratch” ist. Vereinfacht gesagt schließt man bei Final Scratch die beiden gewöhnlichen Turntables an einen Computer oder Laptop an und kann mit speziellen Timecode-Platten seine Musik vom Rechner abspielen. Das Handling ist also genau wie beim guten, alten Vinyl, die Musikquelle aber digital.
Nun habe ich gerade über Jan aus Hamburg ein neues System entdeckt. Ist wohl noch nicht ganz ausgereift, aber ziemlich geil: Eine digitale Kamera erkennt einen individuellen ar-Code auf der Platte, scannt die Bewegung und überträgt die Daten auf den laufenden Track. Der Code von der Platte wird grafisch durch das Plattencover ersetzt.
Schönes Ding, technisch faszinierend. Ich hab allerdings keine Ahnung, wie und warum man sowas in der Realität einsetzen sollte. Ich bleibe doch lieber bei Final Scratch. Oder bei Vinyl. Oder ich trommel selber.
Diese Tage ist die Seite von weissgold.tv gerelauncht worden. Weissgold ist eine Formation von zwei DJs (Raphael und Gregor) und einem VJ (Jan) aus Kiel bzw. Hamburg. Ich hatte bereits mehrmals das Vergnügen mit den Jungs den Norden zu rocken.
Gut, eine neue Künstler Homepage ist nichts besonderes, aber die Jungs haben ihrer Bezeichnung “audio-visuelle electro-house Combo” auch im Internet alle Ehre gemacht. Allein der eingebunde Videostream im Vollbildmodus ist mal etwas anderes, als man es von den geschätzten 80 Milliarden DJ-Homepages kennt.
Nachdem wir die Idee zu unserem DJ-Team Projekt “Grohn & Grudzinski” Mitte 2007 in die Tat umgesetzt haben, ging kurzer Hand später auch unsere Website online.
2009 wollten wir webmäßig einen nachlegen und haben uns für besagten Blog entschieden.
Wir freuen uns auf zahlreiche Beiträge zu interessanten Themen. Dazu gehören sicherlich unsere Streifzüge durch das Nachtleben, als auch ganz alltägliche, aber nicht weniger interessante Erlebnisse.