Wenn man einen Film dreht, in dem es um Menschen geht, die sich das Leben nehmen wollen, dann klingt das nach ganz schön schwerer Kost.
Wenn man einen Film dreht, in dem es um Menschen geht, die sich das Leben nehmen wollen und das ganze als Tragikkomödie verpackt, dann klingt das ganz schön grotesk. Und das beschreibt den Film “Suicide Club” auch ziemlich passend – grotesk.
Bei dem Film geht es um fünf Menschen, die sich alle unbekannt sind, aber alle das gleiche Ziel haben: mit dem Leben abzuschließen. Sie treffen sich bei Sonnenaufgang auf dem Dach eines Hochhauses. Wie es der Zufall will, wird der Zeitpunkt des gemeinsamen Suizids auf den Abend verschoben – andernfalls hätte der Film als Kurzfilm durchgehen müssen.
So verbringen die Fünf also den Tag gemeinsam auf dem Hochhausdach.
Die schwierige Verknüpfung von Genre und Inhalt war auch nicht die einzige Herausforderung, die Regisseur Olaf Saumer zu bewältigen hatte. Immerhin handelt es sich bei der Produktion um eine Low Budet Nummer und er musste mit schlappen 30.000 € über die Runden kommen. Um das zu realisieren haben die Schauspieler zunächst auf die Gage verzichtet und können erst die Hand aufhalten, sobald der Film etwas einspielt.
Der Film hat jetzt schon viel positives Feedback bekommen und schon die erste Auszeichnung, den 31. Max Ophüls Preis, erhalten.
Ich werde ihn mir auf jeden Fall mal anschauen – trotz meiner Höhenangst. Könnt ihr auch machen, wenn der Film ab dem 21.10.2010 in den Kinos zu sehen ist.
Paul Kalkbrenner hat es mit dem Film “Berlin Calling” zuletzt vorgemacht. Jetzt ist Ricardo Villalobos an der Reihe. Die Premiere des Filmes “Villalobos” fand am 8. und 9. September während des 66. Internationalen Filmfestivals in Venedig statt. Leider ist jedoch unklar, wann der Film in Deutschland in die Kinos kommt.
Yann Arthus-Bertrand, ein Name der mir bis heute morgen überhaupt nichts sagte. Innerhalb weniger Minuten war ich jedoch schwer fasziniert. Weniger von der Person an sich, sondern viel mehr von seinem Können. Yann Arthus-Bertrand arbeitet als französischer Naturfotograf und hat, so erklärte es mir die freundliche Dame eines Nachrichtensenders, einen 93minütigen Film über unsere Mutter Erde gedreht. Als Produzent war Luc Besson tätig, bis dato für namhafte Filme, Werbespots und Musikvideos verantwortlich. Der Titel: HOME.
Voller Erwartung war ich gerade im Ufa-Kino, bei der Premiere des Kinofilms “Kopf oder Zahl”, der teilweise in Stuttgart gedreht wurde. Einer der Produzenten, Timo Joh. Mayer war auch dort, er ist übrigens in Villingen geboren. Im Kessel-Blog wurde der Film auch schon thematisiert.
Zum Inhalt des Films kann ich leider nicht viel sagen. Obwohl ich nicht eingeschlafen bin, habe ich den Film nicht verstanden. Dass lässt an meinem IQ zweifeln… oder an dem Film. Oder an Beidem. Wobei ich manchmal auch den Tatort nicht verstehe und auch bei Magnum nicht immer mitgekommen bin, obwohl ich alle 162 Folgen gesehen habe. Magnum hab ich aber auch primär wegen der schönen Stimmung geguckt. Ohne Scheiß. Und wegen der lustigen Dialoge zwischen Thomas und Higgins. Die haben bei “Kopf oder Zahl” komplett gefehlt, sollte aber wohl auch eher ein depressiver Film werden.
Ein Kollege von mir hat während der Films per iPhone gegoogelt, ob der Film Überlänge hat und er deswegen lieber gehen sollte. Hat sich ganz schön gezogen. Laaaangweilig. Als ich nach rund 40 Minuten komplett aus der Handlung des Films augestiegen bin, weil mein Kleinhirn nicht mehr folgen konnte, habe ich meinen Joker raus geholt: Ich habe probiert herauszufinden, welche Szenen in Stuttgart und welche in Berlin gedreht wurden. Nachbar Carsten hat mir kurz vor dem Film nämlich noch erzählt, dass die meisten Außenszenen in Berlin gedreht wurden, weil Stuttgart nicht genug nach Ghetto aussah.
Was ich gefunden habe, waren zusammen wohl rund drei Minuten Filmmaterial: Eine Szene beim SI-Centrum in Möhringen, eine beim Puff “Nussknacker” im Rotlichtviertel, eine im Amici (mit Vorankündigung) und vermutlich eine am kleinen Neckar-Hafen. Bin mir aber nicht ganz sicher. Wer aus reinem Regionalpatriotismus in den Film geht, kann also zwischendurch ein Nickerchen machen.