Dann schieben wir doch gleich mal ein anderes Thema hinterher, welches mit Berlin verwurzelt ist. Wie ich gerade von meiner Lieblings-Warm-Up-Partyvideo-SeiteDancetrippin.tv erfahren habe, ist ein Booka Shade Video online gegangen. Arno Kammermeier und Walter Merziger wurden beim 25. Geburtstag vom Space auf Ibiza von Dancetrippin.tv in Wort Musik und Bild festgehalten. Ich kann nur hoffen, dass Dancetrippin auch endlich mal HD Videos anbietet.
Wie dem auch sei. In den 48 Minuten hört man diverse Gassenhauer der Jungs, aber das ist definitiv verkraftbar. Schließlich macht Booka Shade ja ganz ordentliche Produktionen.
Jeder von uns hat wohl schon mal im Freizeitpark am Schwanz eines überdimensionalen Stoffdinosauriers gezogen, in dem ein armer Student steckte. Muss ein ziemlich mieses Gefühl sein, schwitzend und wehrlos in so einem Kostüm zu stecken. Am liebsten würde man wohl den zehn Kilo schweren Kopf abnehmen und diesen gemeinen Kindern mit den großen Stoff-Füßen kräftig in den Arsch treten. Geht aber nicht, weil man sonst seinen schlecht bezahlten Studentenjob verliert.
Bei dem Partyroboter Kryoman sieht das anders aus. Der Typ wird weltweit gebucht und macht auf der Tanzfläche eine tolle Show mit Licht, Laser, Co2 und Feuerwerk. Hier und dort gibts Videos davon. Bei einem Auftritt im Amnesia auf Ibiza wurde er von einem Gast etwas geärgert. Blöde Idee. Den Rest des Eintrages lesen »
Die Internetseite Dancetrippin.tv ist eine tolle Sache. Die Jungs sind bei großen, elektronischen Musikevents dabei und filmen mit viel Aufwand DJs und Publikum. Da ich mich auch mit Videoproduktion beschäftige, weiß ich, wie kompliziert sowas ist. Für ein gutes Eventvideo müssen 3-4 Kameras eingesetzt werden, der Ton vom Pult muss aufgezeichnet werden, dazu gibts idealerweise noch Atmo-Mikros. Später muss der ganze Kram geschnitten und synchronisiert werden. Eigentlich ist Dancetrippin.tv die konsequente Weiterführung der unzähligen Partyfoto-Seiten. Warum gibts sowas noch nicht in Deutschland? Marktlücke?
Wie bereits berichtet, wurde auch die erste und letzte Party in diesem Jahr im DC10 auf Ibiza digital von Dancetrippin.tv festgehalten. Jetzt ist die Episode endlich online. Sieht nach einer netten Party aus. Ist der Liliputaner, der bei 41:00 aufm DJ-Pult tanzt, nicht von Jackass? Leider gibt es von dieser Party bisher nur 55 Minuten von Matthias Tanzmann. Angeblich sollen aber noch weitere Sets von diesem Event veröffentlicht werden, vielleicht sogar das von Ricardo. Watch out!
Da war wohl jemand schlecht drauf – oder litt am Tourette-Syndrom. Dieses Plakat wurde jetzt im November auf Ibiza fotografiert. Sieht lustig aus, hat aber durchaus einen ernsten Background. Anscheinend ist bei einigen Leuten die Stimmung nach wie vor mies. Nachvollziehbar, denn die korrupte Regierung macht auf der Insel eine seltsame Politik.
Zuerst wurde quer über die Insel eine neue Autobahn gebaut. Natürlich von einer Baufirma, die Abel Matutes gehört, dem Insel-König. Matutes sitzt nicht nur in der Regierung, sondern hat auch noch ein paar Hotels, Clubs und Reedereien auf der Insel. Die Genehmigung für den Autobahnbau war nicht schwer zu bekommen, weil sein Töchterchen Stella die Position der Inselrätin hat.
Danach mussten einige Clubs aus nicht nachvollziehbaren Gründen schließen, später machten direkt daneben neue Clubs auf, deren Betreiber allerdings in “enger Beziehung” zur Regierung standen. Das die einstige Hippie-Insel längst von Kommerz, Politik-Mafia und Drogenbossen beherrscht wird, ist nicht neu. Langsam bemerkt man aber auch als Partytourist, der selber seinen Teil zu dieser Entwicklung beigetragen hat, die Auswirkungen.
Manchmal kann man sich mit elektronischer Musik tatsächlich fortbilden. In diesem Fall mit Hilfe von Sven Väth. Der Papa hat in diesem Jahr nämlich wieder eine Cocoon-Closing-Aftershowparty auf Ibiza gemacht. Location: Der Garten des Atzaro, ein luxuriöses Agrotourismus-Hotel, irgendwo in der Inselmitte. Fetter Laden.
Dort hat Sven als “Abschiedslied” einen noch unveröffentlichten Track mit Samples von “Paulo Conte” gespielt. Hä? Wer? Noch nie gehört. An diesem Punkt startet die musikalische Fortbildung. Wikipedia verrät uns nämlich, dass es sich bei Herrn Conte um einen wohl recht berühmten, italienischen Musiker handelt, der mit seinen 73 Jahren immer noch auf der ganzen Welt Konzerte gibt. Ich hab mir gleich mal ein paar Tracks runtergeladen, cooler Typ, gute Musik. Bildungslücke geschlossen.
Ob der Remix, den Sven auf Ibiza gespielt hat, jemals released wird, ist wohl unklar. Im Netz kursieren unterschiedliche Versionen von verschiedenen DJs. Bis dahin spielen wir einfach das Original von Paulo Conte “Gli Impermeabili”. Klingt sowieso besser. Beide Songs gibts hier noch mal zum anhören…
Es gibt viele lustige Videos von Sven Väth, dieses hier gehört aber mindestens in die Top 3… unfreiwillig. Klar, im Jahr 1990sahen wir alle scheiße aus oder liefen noch, so wie ich, mit blau-gelben Scout-Ranzen übern Schulhof. “La Casa Latina” war aber vermutlich auch schon für damalige Verhältnisse ziemlich schlecht.
Das “KU” auf Ibiza, in dem Sven damals aufgetreten ist, heißt heute übrigens Privilege und läuft relativ schlecht. Abgesehen von Tiesto, der zur Saison einmal pro Woche auflegt. Den Pool gibts auch noch, allerdings darf man inzwischen nicht mehr so lässig reinspringen, wie Sven vor zwanzig Jahren. Im November gibts dann den alten Sven in Stuttgart. Zum Glück.