Posts Tagged “Party”

© gnubier / PIXELIO

Jedes Jahr das gleiche Spiel. Was machen wir eigentlich an Silvester? Einige motivierte Enthusiasten starten bereits kurz nach dem Sommerurlaub erste Versuche ein optimales Silvesterfest auf die Beine zu stellen. Deren Idee: je früher die Planung beginnt, desto besser und rauschender das Fest. Oftmals scheitern solche Versuche zu diesem Zeitpunkt jedoch am notwendigen Zuspruch des Freundeskreises, so dass der Initiator dann schnell und frustriert die Lust an der Organisation verliert.

Letztendlich ist doch Silvester wie jedes stinknormale Wochenende. Man verabredet sich, futtert und/oder trinkt etwas zusammen und schwingt zum guten Schluss noch das Tanzbein. Der Unterschied an Silvester ist jedoch, dass man sich um Punkt Mitternacht in die Arme fällt, unzählige unpersönliche SMS auf’s Handy bekommt, man Gefahr läuft, von alkoholisierten Artgenossen mit Böllern attackiert zu werden und man um’s Verrecken kein Taxi bekommt! Von den Eintrittspreisen der Clubs ganz zu schweigen, aber die 20€ aufwärts werden ja mit allerlei duften Specials gerechtfertigt: ein 2 bis 4 cl Welcomedrink, ein Berliner, ein lauwarmen Sekt um Mitternacht und die weltbesten DJs der Region! Also eine einzigartige Nacht mit Leuten, die man nicht kennt und wohl auch nie wiedersehen wird.

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Samstagabend. Partyplanung. Telefonat mit Nachbar Carsten. Ich:Was machen wir heute Abend?Carsten: Im Heusteigviertel gibts ne WG-Party in einem Künstler-Atelier. Da war ich letztes Jahr schon mal, sehr nett.Ich:Kennst Du die Leute?Carsten:Nöö, hab’ die Einladung von einem Daimler-Kollegen per Mail bekommen. Aber der heißt Hartwig.Den Rest des Eintrages lesen »

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Foto: club-messalina.com

Felice Civale, der Partyguru aus Stuttgart, der in diesem Blog gerade überproportional erwähnt wird und dafür bald eine dicke Rechnung bekommt, plant nach der 120-Minuten-Party schon wieder das nächste Event.

Das Motto “Pimps, Players & Prostitutes” war mir vorher höchstens von drittklassigen Faschingspartys bekannt. Felice hat sich für diese Eventreihe allerdings eine durchaus authentische Location ausgesucht: Den Club Messalina in der Leonhardstrasse 7 im kleinen, beschaulichen Rotlichtviertel in Stuttgart. Im Gegensatz zur Corsobar läuft dort nach wie vor der ganz normale Bordellbetrieb. Eine der wenigen Partys, auf denen Big Tom nicht auffällt.

Selbst als Hamburger finde ich das Konzept recht außergewöhnlich und bin mir nicht sicher, ob sich der gute Schwabe  auf ne Party im Puff traut. Update: Vermutung wurde widerlegt, siehe Kommentare.

Da Felice in den letzten Jahren aber immer wieder ein gutes Händchen für neue Trends bewiesen hat, läuft die Geschichte bestimmt fett und wird sich als Szene-Veranstaltung etablieren. Los gehts mit einem Kick-Off-Event am Donnerstag, den  26. November ab 22 Uhr. Hier wird Papa Lars mit elektronischer Musik am Start sein. Danach vermutlich alle sechs Wochen an einem Freitag oder Samstag.

Zusätzlich gibts vorher noch eine neue Afterwork-Party in der Trattoria Rocco. Jeden Donnerstag, ebenfalls ab dem 26. November. Ganz wie in Italien soll es dort im Aperitivo-Style nette Drinks und kleine, italienische Snacks geben. DJ Alex Wolf legt die entsprechende Musik auf. Hier gibts den Flyer…

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Kurz nach dem Sylt-Flashmob im Sommer wurden auch im Schwabenland 10.000 Personen für die größte Party in Stuttgart gesucht. Alle Interessierten sollten sich in einer Facebook-Gruppe eintragen, weitere Infos würden folgen. Auf jeden Fall sollten “bekannte DJs gebucht und ein exklusives Rahmenprogramm geboten werden“. Schön. Den Rest des Eintrages lesen »

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Der Bunker

Ich mach mal eben ne neue Rubrik auf, besonders für die Stuttgarter: “Hamburger Partylocations, von denen wir noch unseren Enkelkindern erzählen werden”. Wenn es denn Enkelkinder gibt. Sieht im Moment nicht so aus.

Der Bunker am Heiligengeistfeld gehört definitiv dazu. Der ehemalige Flakbunker sollte nach dem Krieg mal gesprengt werden, was aufgrund der vier Meter dicken Wände allerdings schwierig war. Also hat man das Teil verkauft und ganz oben ne Disco reinDer Bunker gebaut.

Der Bunker ist groß. Sehr groß. Im Krieg passten da 18.000 Leute rein. In die Disco später immerhin noch 2.000. Ein großer, aber sehr schöner Club. Zuerst nannte sich der Laden “J’s” und wurde erst durch Onkel Ammer so richtig bekannt, über den ich gerade schon geschrieben habe. Wir waren damals sehr oft dort, sozusagen der Beginn einer Partykarriere. Oder der Beginn einer Alkoholiker-Karriere.

Glücklicherweise waren wir nicht am 29. April 2000 in dem Laden. Warum eigentlich nicht? Wäre mal interessant zu wissen, was uns daran gehindert hat. War auf jeden Fall ne gute Entscheidung, denn an diesem Abend hat jemand im VIP-Bereich ne Handgranate losgehen lassen. Ging wohl um irgendeinen Streit zwischen Türken und Hells Angels. Neun Menschen wurden lebensgefährlich verletzt, darunter ein Bar-Mann und Rudi alias DJ Tut-Anch, der sehr sympathische Resident-DJ von Ammer, der an diesem Abend privat im Bunker war. Rudi läuft auch heute noch mit diversen Metallsplittern im Körper rum. Kranke Aktion. Der Attentäter hat übrigens zwölf Jahre Haft bekommen und schlendert nach guter Führung demnächst wieder lustig durch Hamburg.

Viele Jahre später haben wir dann selber im Bunker Partys veranstaltet, die sogenannte “Hamburger Nacht”. Ist damals richtig Die "Hamburger Nacht"gut gelaufen. Ziemlich chaotisch, aber irgendwie hat meistens alles funktioniert. Meistens. Abgesehen vom Feueralarm mit mehreren Löschzügen, dem ersten und letzten Stickstoff-Versuch oder einer Konfetti-Kanone von TBF-Pyrotec, die uns fast um die Ohren geflogen wäre. Zitat vom Club-Chef: “Ich hatte noch nie Veranstalter in meinem Laden, die mehr gesoffen haben als die Gäste”. War ne schöne Zeit. Andy hat heute noch ein Foto im Wohnzimmer hängen, wo er im Bunker am DJ-Pult steht. Scheiße, wir werden wirklich alt. Heute befindet sich im Bunker ein Club namens “Übel & Gefährlich“. Der Name passt. Mehr Fotos unten…

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Eigentlich hatte ich Michael Ammer schon aus meinen Gedanken verdrängt. Jetzt ist Onkel Michi aber Facebook beigetreten und damit wieder per Statusmeldung präsent. Ich verbinde mit diesem Herren einige lustige Erlebnisse: Los ging es vor vielen Jahren in dem schwimmenden Café Wien in Hamburg. Als damaliger Praktikant bei NRJ Den Rest des Eintrages lesen »

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