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	<title>Grohn &#38; Grudzinski &#187; Theo</title>
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	<description>Zwei Hamburger im Exil // Music, Lifestyle, Nightlife, ...</description>
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		<title>Reeperbahn vs Theo</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 22:11:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lars</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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		<description><![CDATA[Die erste Frage, die mir beim Smalltalk in Stuttgart oft gestellt wird: „Wie ist denn das so, als Hamburger in Stuttgart? Vermisst Du die Reeperbahn?“ Die Antwort: Nein, ich vermisse die Reeperbahn definitiv nicht, als Hamburger geht man nämlich meist nur dann auf den „Kiez“, wenn man Besuch aus einer anderen Stadt hat, z.B. aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die erste Frage, die mir beim Smalltalk in Stuttgart oft gestellt wird: „Wie ist denn das so, als Hamburger in Stuttgart? Vermisst Du die Reeperbahn?“ Die Antwort: Nein, ich vermisse die Reeperbahn definitiv nicht, als Hamburger geht man nämlich meist nur dann auf den „Kiez“, wenn man Besuch aus einer anderen Stadt hat, z.B. aus Stuttgart. Da es auf beiden Seiten viele Klischees gibt, hab ich hier mal die grundlegendsten Unterschiede zwischen der Hamburger Reeperbahn und Stuttgarter Theodor-Heuss-Strasse geschrieben&#8230;</p>
<p><strong>Publikum</strong><br />
Auf beiden Strassen laufen primär junge Menschen rum, die gerade ihr Abi gemacht haben und auf entsprechende Partys gehen. Viele andere Schulabschlüsse inbegriffen. Allerdings agiert das Publikum etwas unterschiedlich&#8230;</p>
<p><strong>Stressmacher</strong><br />
<a href="http://blog.grohngrudzinski.de/wp-content/uploads/waffen_verboten_hamburg.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2524" title="Das Waffenverbot auf der Reeperbahn." src="http://blog.grohngrudzinski.de/wp-content/uploads/waffen_verboten_hamburg-150x150.jpg" alt="Das Waffenverbot auf der Reeperbahn." width="150" height="150" /></a>Der vermutlich größte Unterschied: Auf der Reeperbahn gibt’s eigentlich jeden Abend ein paar auf die Fresse. Aber richtig. Ein Blick auf die Polizeimeldungen zeigt, dass auf der Reeperbahn fast jedes Wochenende mehrere Leute lebensgefährlich verletzt werden. Das hängt seltener mit bösen Zuhältern oder Hells Angels zusammen, sondern mehr mit gewaltbereiten Jugendlichen. Deswegen wurden auf der Reeperbahn kürzlich diese Schilder aufgestellt, deren Wirkung allerdings fraglich ist. Die Theodor-Heuss ist hingegen ein kleines Paradies. Keine dummen Sprüche, keine Krankenwagen und kaum Polizei. Sehr angenehm.</p>
<p><strong>Musik</strong><br />
Während auf der Stuttgarter Partymeile primär House und Electro gespielt wird, gibt’s auf der Reeperbahn sehr viele Blackmusic-Schuppen. Ausnahmen sind die Bar Morphine, der Baalsaal, die <a title="China Lounge" href="http://www.china-lounge.de/" target="_blank">China Lounge</a> oder der Tunnel. Letzterer ist ein Unikat und die Mutter der XXL-Schlaghosen, gelben Knicklichter und weißen Handschuhe. Ich gestehe, dass ich in jungen Jahren <span id="more-290"></span>auch häufig dort war, damals allerdings noch im Ur-Club in der Großen Freiheit. Vielleicht hat sich das Musik-Verhältnis uf der Reeperbahn inzwischen etwas geändert, ich war schon länger nicht mehr zum feiern dort. Zu meiner Sturm- und Drangzeit war es zumindest so.</p>
<p><strong>Rammeln</strong><br />
&#8230;kann man bestimmt gut, auf der Reeperbahn. Aber will man das? Jeder minderjährige, männliche  Hamburger ist schon mal nach einer Party durch Laufhäuser wie „Eros Center“ oder „Pacha“ aufm Kiez gegangen. Die meisten, ohne dort Geld zu lassen. Einfach aus Spaß oder als Mutprobe. Aber wenn diese Läden selbst mit drei Promille gammelig aussehen, wie mag es erst nüchtern sein? Nein, danke. Das Drei-Farben-Haus in Stuttgart sieht von innen übrigens auch nicht viel besser aus (hab ich gehört).</p>
<p><strong>Schnaps</strong><br />
<a href="http://blog.grohngrudzinski.de/wp-content/uploads/theo_bei_nacht.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2527" title="Die Theodor-Heuss-Straße bei Nacht!" src="http://blog.grohngrudzinski.de/wp-content/uploads/theo_bei_nacht-150x150.jpg" alt="Die Theodor-Heuss-Straße bei Nacht!" width="150" height="150" /></a>Meine Theorie ist zwar nicht statistisch belegt, aber ich bin mir ganz sicher: Hamburger saufen mehr! Diesen Eindruck haben auch Stuttgarter, die mal zu Besuch in Hamburg waren. So viele Leute, wie in Hamburg auf der Reeperbahn mit ihrer „Mische“ in der 1,5 Liter PET-Flasche an den Ecken stehen oder liegen, hab ich selbst zu WM-Zeiten nicht in Stuttgart gesehen. Ob das jetzt ein Plus- oder Minuspunkt für Hamburg ist, weiß ich aber auch nicht.</p>
<p><strong>Geld</strong><br />
Noch ein riesiger Unterschied, den ich mir nicht erklären kann: In Hamburg zahlt man in jedem Club Eintritt. Meist zwischen 6 und 10 Euro. In Stuttgart zahlt man (zumindest auf der Theo) nirgendwo Eintritt. Warum ist das so? Geben die Hamburger mehr Geld für Suff und Feierei aus? Oder sind die Schwaben wirklich so geizig, das ansonsten alle Clubs leer wären? Schreib doch mal jemand eine Doktorarbeit drüber. Ich lese sie bestimmt.</p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
Als gebürtiger Hamburg gefällt mir natürlich die Reeperbahn besser, auch wenn man sie zum feiern eher meidet. Der Kiez ist größer, hat mehr Flair, mehr Originale und mehr Extreme. Die Theodor-Heuss-Strasse ist dagegen eher der brave Schwiegersohn aus gutem Hause. Hat aber auch was. Außerdem gehört das Waranga doch geographisch auch zur Theodor-Heuss-Strasse, oder?</p>
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