Häää? Was ist da denn los? Als streng gläubiger Mensch ging ich auch heute wieder meiner Religion nach, richtete mein Sofa gen Norden – also Fernseher – aus und guckte die Simpsons. Etwas irritiert war ich, als es zum ersten Werbebreak kam. Dort begegnete mir ein Spot, der noch vor den offiziellen Werbespots bzw. dem offiziellen ProSieben Werbetrenner kam. Ein Spot für “Finsdorf – Juwel der Heide!“:
Ein paar Computerfreaks aus Stuttgart und Umgebung haben einen Fußball entwickelt, der immer in die Torwand trifft. Angeblich wird der Ball im Flug durch Druckluftventile auf die richtige Bahn gelenkt. Den Rest erledigt aufwändige Technik mit Kameras, spezieller Software und Hochleistungsrechnern von IBM.
Zuerst habe ich mir nichts böses gedacht, aber nun wird gemunkelt, dass es sich bei dem Video um ein Viral handelt, also um ein Fake, das von IBM produziert wurde. Tatsächlich ist die Aussage im Video: “Sag mir mal was anderes für die Kohle, was so viel Rechenpower hat” etwas verdächtig. Genau wie die hohe Präsenz des IBM-Logos. Damit so ein Viral nicht gleich aufgedeckt wird, ist ganz schön viel Arbeit nötig. Neben dem eigentlichen Video müssen Homepages gebastelt und vor allem Identitäten erschaffen werden. In diesem Fall scheint auf den ersten Blick alles sauber zu sein. Wenn es sich dennoch um ein Viral handelt: Glückwunsch an die Agentur. Wenn es diesen Ball echt gibt: Glückwunsch an die Jungs.